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Burn Baby burn!

Überlasst doch das Grillen den Männern!

Die Männerdomäne schlechthin: das Grillen! Und ich glaube es gibt keinen Witz der noch nicht zu diesem Thema gemacht worden ist. Auch bei uns ist das so: mein Gatte zelebriert das Event. Sobald die Außentemperatur über 10 Grad steigt, erwacht seine Grilllust und es zieht ihn auf die Terrasse. Es gibt kein Halten mehr. Freiwillig wird er den heißgeliebten Grill schrubben, alle Schrauben andrehen, die Gasflasche prüfen und sich dabei total in Fleischeslust verlieren. Vor seinem inneren Auge sieht er blutigen Fleischsaft und freut sich unbändig, endlich alle möglichen Sorten rohen Fleisches eigenhändig auf einer offenen Feuerstelle zu garen.

Männer müssen grillen. Wahrscheinlich ist es irgendwo in deren Gencode verankert. Es ist wie ein Trieb. Wer jemals einen Mann beim Grillen beobachtet hat weiß: der Grilltrieb ist der kleine Bruder des Sexualtriebs. Feurig, animalisch. Hier kann ein Mann mal richtig zeigen was er kann, dass er sich keiner Gefahr fürchtet und er am Ende der Gewinner sein wird. All das kann man in den Augen eines grillenden Mannes beobachten.

Und auch wenn es zu Urzeiten wahrscheinlich so war, dass Männer die Beute erlegt haben und die Frauen dann in der Wohn-Höhle für die Zubereitung der Speisen zuständig waren, muss sich hier zwangsläufig eine Verschiebung ergeben haben. Denn durch die moderne Industriegesellschaft bleibt dem Mann kaum noch Raum zum Jagen. Gut, wir leben auf dem Land und hier haben einige Herren (und tatsächlich auch Damen) einen Jagdschein. Und die, die nicht schießen dürfen, erlegen dann und wann bei rasanten Autofahrten durch das Waldstück zu unserem Dorf schon mal ein Tier.

Aber bei meinem Mann ist das "Jagen" nun der Fleischkauf beim Schlachter des Vertrauens. Dort stehen an sonnigen Samstagen überwiegend Männer in der Schlange. Sie fletschen beim Anblick der Fleischberge förmlich die Zähne, harren aber dennoch mehr oder weniger geduldig aus, bis sie an der Reihe sind. Viel Worte gibt es bei der Bestellung des Fleisches nicht: ein echter Mann deutet grobmotorisch, aber entschlossen und zu allem bereit, auf Rind, Schwein und Pute und grunzt "einpacken"! Darf es etwas mehr sein? Ja, es ist nämlich grundsätzlich und immer zu viel.

Der Trieb schlägt zu: mehrmehrmehr! Schließlich will er sich, der Sippe und der ganzen Welt zeigen: schaut her, ich bin der beste Versorger den es gibt auf diesem Planeten! Nicht kleckern, klotzen!

Im Tierreich gibt es auch einige Gattungen die sich im Balzverhalten auf genau das spezialisiert haben, beispielweise den Raubwürger. Das ist ein Vogel, der im Englischen auch passend "Butcher Bird" genannt wird. Die Männchen jagen, schaffen Essen an und die Weibchen wählen den, der das beste Angebot hat. In Wikipedia ist folgendes zu lesen: "Oft füttert es das Weibchen mit aufgespießten oder frisch geschlagenen Beutetieren, die dieses ebenfalls unter Flügelzittern und juvenilen Bettelrufen entgegennimmt." Ja, wir Frauen mögen das! Ergo: wer das meiste Essen hat, vögelt auch zu erst. Mensch und Tier sind eben doch verwand.

Mein sonst so sparsamer Mann bekommt auch keinen Herzinfarkt beim Blick auf den Preis: gutes Essen ist halt was wert! Als Jäger hätte er ja noch höhere Kosten (oder eben die Reparatur am geliebten KFZ zu begleichen).

Nun, nachdem der Grill vorbereitet und die Beute parat ist, geht es aber endlich zum Wesentlichen: das Grillen! Diese Tätigkeit fordert ihn mit allen Sinnen, seine pyromanische Veranlagung kann er hier gnadenlos und ungeniert ausleben. Die Flamme, heiß und unerbittlich – er wird sie bezwingen. Lüstern legt er das Fleisch auf die Feuerstelle und bewacht es mit Argusaugen. Wiederwillig lässt er sich auch noch bitten etwas weniger als ein Achtel der Grillfläche für "Grünzeug", also Gemüse freizuhalten. Ja, und da steht er dann und stiert auf das Dinner-to-be, während ich "den Rest" erledige.

Mal unter uns: ich liebe es wenn er grillt. Ich mag das auch gar nicht selbst machen: zu heiß, zu gefährlich, zu schmutzig. Da bin ich ein typisches verhuschtes Weibchen. Hinzu kommt, dass grillen ja nicht nur Spaß macht: der Grillmeister muss an der Feuerstelle ausharren während alle anderen schon essen. Setzt er sich dazu, wird sicherlich etwas anbrennen. Das ist nämlich auch ein ungeschriebenes Gesetz. Und: der Grill muss im Anschluss ja auch noch gereinigt werden. Noch einmal sehe ich das wilde Flackern in den Augen meines Mannes: "Ich muss den Grill nun noch mal kurz vollepulle anmachen, das brennt dann schon mal den grobsten Schmutz weg" höre ich ihn sagen während aktionreich die Flammen aus dem Gerät schlagen.

Liebe Männer: bleibt diesbezüglich wie ihr seid! Grillt was das Zeug hält! Ein Hoch auf Männer am Grill!

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