"Chef, darf ich Sie mal inkommodieren?" | Blog | billi.de
  • Riesige Möbelausstellung vor Ort
  • Über 25 Jahre Erfahrung
  • Top-Beratung durch unsere Möbel Experten
Mehr über billi

billi.de GmbH

Spitalsgraben 7
56218 Mülheim-Kärlich

Telefon: 0 26 30 - 94 20 400
Whatsapp: 0 175 - 67 00 444

Kontaktformular

"Chef, darf ich Sie mal inkommodieren?"

Na, wer weiß was ich vom Chef will? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!

Nun, ich bin eine Freundin der ausgefallenen Worte. Zahlreiche unserer schönen Vokabeln sterben ja leider so langsam aus. Das Internet und die damit verbundene allgegenwärtige Globalisierung zwingt uns, nun häufiger Anglizismen und Abkürzungen zu verwenden. War es früher nur die putzige Abkürzung "IHDGDL" ("Ich hab dich ganz doll lieb!") unter jedem Zettelchen, welches unter größter Geheimhaltung durch die Schulklasse wanderte, so müssen wir uns heute mit "LOL", "ROFL" und sonstigen schicken neuen "Wörtern"anfreunden. Die eben genannten sind sogar quasi Zwitter, also englisch und abgekürzt. Verrückt...ähhhh...crazy! 

Eine ganz neue Sprache entsteht. Wer öfter mit der Bahn fährt und hierbei (gezwungenermaßen) den Jugendlichen zuhört wird das sehr schnell wahr nehmen. Ich finde es ja auch nicht verkehrt: alles entwickelt sich weiter, warum also auch nicht die Sprache? Zu viele Wörter kann es nicht geben – ruhig mehr davon! 

 Aber es werden ja leider nicht mehr, weil andere Wörter wegfallen. Und diese aussterbenden Worte betrauere ich. Nachvollziehbar, viele verschwinden mit technischen Neuerungen. Diskette, Video, Kassette: alles auf dem absteigenden Ast.  

Aber auch Wörter, deren Familien noch heute gebräuchlich sind gehen leider verloren. 

Betrachten wir also einmal "inkommodieren". Was finden wir in diesem Wort? Richtig: "kommod". Im bayrischen Sprachraum ist das noch heute ein gebräuchliches Wort für „bequem, angenehm“.Entlehnt aus dem lateinischen"commodus", was so viel heißt wie „angemessen, zweckmäßig, angenehm“.   

Ach, so ist das?! Wieder was gelernt! Jetzt ist ja sicher den meisten auch schon klar, wie man auf den Begriff "Kommode" im Möbelhandwerk kam?! Vor einigen Jahrhunderten erkannte man nämlich die Zweckmäßigkeit von Schubladen in Regalen und so entstanden die noch heute beliebten Kommoden.  Sie eignen sich herrlich zum Sortieren und Ordnunghalten, gewähren beste Einblicke und bequemste Zugriffe. Kommoden sind beliebt in jedem Raum, unverzichtbar als Nachttisch, im Bad und Büro. Sogar in die modernen Küche haben sie längst, in Form von Auszugsschränken, Einzug gefunden. Zudem sind sie aufgrund ihrer Höhe für die meisten Räume gefälliger als Schränke. 

Und da wir jetzt wissen, was "kommod", bedeutet, ist es nicht allzu schwer "inkommod" abzuleiten. Inkommodieren steht für „belästigen, bemühen“ und vom Wortursprung her entspringt es "unangemessen, unbequem“.  Schade, heute würde es wahrscheinlich durch den Begriff "nerven" ersetzt. Ich werde mich nun aktiv gegen das Vergessen stellen! Bei meiner nächsten Frage (egal an wen!) werde ich das Verb "inkommodieren" benutzen. 

Noch ein wenig mehr unnützes Wissen gefällig? Aus "Carpe Diem" ist für die Trendbewussten"Yolo" (You only live once“) geworden. Mega! Da sag ich doch einfach mal: Gehabt euch wohl und: IHEAGDL! ROFL! 

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

  • Neue Wörter

    Wieder mal etwas gelernt!! Sehr interessant