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Die Prinzessin auf der Erbse!

Erinnert ihr euch an dieses Kindermärchen?

 

Der charmante Prinz suchte eine standesgemäße Prinzessin und da er der angeblichen Blaublütigen nicht glaubte, selbige zu sein, dachte er sich einen "genialen" Test aus: dem Mädchen wurden 20 Matratzen und Decken aus feinsten Daunen als Schlafstätte gestapelt angeboten. Unter die unterste Matratze wurde jedoch eine Erbse platziert. Als die holde Maid am Morgen gefragt wurde, ob sie gut geschlafen hat, schilderte sie, dass sie eine grauenvolle Nacht durchstehen musste, weil sie etwas hartes gestört habe. Hiermit war für den Prinzen der Beweis erbracht, denn nur eine echte Prinzessin würde die Erbse gespürt haben. Und dann? Dann heiratete er sie! ...what!?!?

Ich fand das Märchen immer unglaublich bescheuert! Wieso sollte ein Mann eine so piensige Schnalle ehelichen? Weiß er, was da sonst noch auf ihn zu kommt? In die heutige Zeit übersetzt wäre der Prinz wohl ein Schicki-Micki-Juppi mit Porsche, der unbedingt die bekloppteste aller Tussis klar machen muss. Wir kennen alle solche Paare, aber: Was für ein Klischee! Liebe macht scheinbar wirklich blind! Wobei: das kann keine Liebe sein, Status wohl eher.

Wie ich auf das Märchen komme? Nun, ich war heute im Möbelhaus. Das Zauberwort der Neuzeit heißt nämlich Boxspringbett. Und diese Art der Betten erinnert mich irgendwie immer an besagtes Märchen. Bei diesen Entspannungsoasen werden nämlich meist auch mehrere Matratzen und Lagen übereinander gestapelt und man spricht oft von "königlichem Schlafkomfort". Und sie sehen auch einfach super bequem aus – nicht zuletzt, weil sie von Natur aus eine Komforthöhe haben. In meinem Alter wird das langsam nämlich auch interessant! Diese Modelle sind allerdings auch eine Wissenschaft für sich: die unterschiedlichsten Polstermaterialien (von Bonellfedern über Kaltschaum) werden hier je nach Bedarf kombiniert. Und der Bedarf setzt sich beispielsweise aus dem Gewicht und der Lieblingsschlafposition zusammen.

Bravo! Der peinliche Moment des Tages wäre mit der Frage des (eigentlich recht attraktiven) Fachberaters dann wohl erreicht. Welche Frage? Na, die nach meinem Gewicht! Lügen bringt da ja auch nix. Ich will ja dauerhaft gut schlafen und nicht aus falschem Stolz dann im nachhinein schlaflose Nächte haben. Trotzdem: wäre schön, wenn man nicht seine wahre Körperfülle in Kilogramm benennen müsste. Diese Frage musste ich übrigens auch schon mal beim Fliegen in einer kleinen privaten Maschine beantworten. Und da wäre es meiner Meinung nach möglicher Weise wirklich fatal gewesen, bei der Gewichtsangabe zu mogeln.

Aber zurück zum Thema. Welche Schlafposition ist mir denn die liebste? Ich bin eher so ein Kombi-Typ: Bauch-Seitenschläfer. Darunter konnte sich der adrette Verkäufer natürlich nichts vorstellen, ich solle ihm das doch mal zeigen. So langsam begannen sich Perlen von Verzweiflungsschweiß auf meiner Stirn zu bilden. Aber es half nichts! Ich also in meine Wohlfühlposition auf die Matratze: bäuchlings, ein Bein gestreckt, das andere weit (fast bis zum Kinn) hochgezogen. Das anzügliche Grinsen des Herren Fachverkäufers habe ich dann in meiner Not mal übersehen. Wie gesagt: ich will eine gute Schlafstätte und gebe alles! Die Empfehlungen kamen prompt: Ich möge doch bitte eine Taschenfederkern-Matratze nehmen. Hierbei werden lauter kleine Sprungfedern in einzelnen Täschchen vernäht. Je mehr, desto anpassungsfähiger und auch hochwertiger. Das hört sich doch schon mal plausibel an! Von "weniger ist mehr" halte ich nämlich nichts. Ich verfechte eher die These "viel hilf viel"! Der nächste Tipp gefällt mir aber am besten: wie in der Liebe, möge ich doch beim Matratzenkauf auch auf mein "Bauchgefühl" hören. Denn: Was sich gut anfühlt, kann die graue Theorie nie ergründen. Also, dieser Mann ist wirklich putzig! Wenn ich könnte, hätte ich nun Herzchenaugen.

Und nachdem ich nun schon ein Weilchen auf der Matratze gelegen habe, bin ich auch schon überzeugt. Ich fühle mich gut aufgehoben, ich muss so ein Bett haben! Sicherlich werde auch ich hier zu königlichem Schlaf finden. Das ist so wichtig: erholsamer Schlaf! Ich fühle mich so oft so unausgeschlafen wie die Prinzessin aus der oben genannten Geschichte. Und während ich so darüber nachdenke kommt mir in den Sinn: vielleicht klappt die Prinzessinnen-Nummer und das Spiel läuft auch heute noch so ab. Dann müsste der süße Verkäufer doch eigentlich auch auf diese Masche anspringen? Ha, ich starte also mit einem gekonnten Versuch meine anfänglichen peinlichen Momente auszugleichen. Und als ich zum finalen Schlag aushole und ihn augenklimpernd frage, ob ich denn darunter auch keine Erbse spüren würde, er mich schelmisch angrinst und ich freudig feststelle "der hat sogar Humor", wird mir leider bewusst, dass ich ja verheiratet bin und das alles irgendwie keinen Sinn macht. Naja...Betten...Träumen...hängt ja mehr oder weniger alles zusammen, oder?! Hauptsache es macht glücklich!

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